Montag, 12. April 2021
Donnerstag, 28 November 2019 13:34

Gemeinsam viel geschafft

Die zweite Hälfte des Jahres 2019 bot den Kameradinnen und Kamerden der Feuerwehr Rieschweiler einiges an Arbeit. Nachdem die Ausbildungseinheit "Technische Hilfe" abgeschlossen war, galt es in anderen Richtungen Wissen und Können aufzufrischen. Während es im Mai und Juni lediglich zu vereinzelten kleineren Einsätzen kam, wurden die Einsatzkräfte in den Monaten Juli und August von einem enormen Einsatzaufkommen überrascht. Zahlreiche Flächenbrände, mehrere Mähdrescherbrände und auch ein größerer Waldbrand liegen hinter den Kameradinnen und Kameraden. Zwischenzeitlich kam es sogar zu pausenlosen Folgeeinsätzen. Ein solches Einsatzaufkommen in kurzer Zeit gab es vorher noch nie. Dazu kommt, dass die Einsätze nicht nur in Masse, sondern auch für sich gesehen, sehr kräftezehrend waren, da die Wasserversorgung vor Ort oftmals eher mäßig war und somit unter anderem vermehrt Feuerpatschen zum Einsatz kamen. Auch wenn die Zeit sehr anstrengend war, bot Sie dennoch die Möglichkeit, sowohl für junge als auch ältere Kolleginnen und Kollegen, neue Einsatzerfahrungen zu sammeln. Doch an ein Ausruhen war auch nach der einsatzreichen Zeit nicht zu denken. Ende August fand eine gemeinsame Jubiläumsveranstaltung mit der Ortsgemeinde Rieschweiler-Mühlbach statt. Die Jugendfeuerwehr Rieschweiler feierte ihren Bestand von 30 Jahren und die Ortsgmeinde kann zu diesem Zeitpunkt auf 50 Jahre Ortsgemeinde Rieschweiler-Mühlbach zurück blicken. Demnach galt es im Voraus einiges an Vorbereitungsarbeit zu leisten. Auch hier zeigten sich alle kameradschaftlich und packten mit an. Ebenso erfolgreich verliefen auch die beiden Veranstaltungstage, es gab so viele Besucher und Unterstützer wie lange zuvor nichtmehr. Dieser anstrengende, aber reibungslose Verlauf des Feuerwehrjahres widerspiegelt auch die internen Verhältnisse der Feuerwehr. Mittlerweile zählt man knapp 50 Mitglieder in der aktiven Wehr. Zwar birgt eine solch enorme Mitgliederzahl auch gewisse Herausforderungen, doch die vergangenen Ereignisse, Einsätze und Übungen trugen und tragen dazu bei, dass auch die Kameradschaft in der altersmäßig relativ jungen Einheit stimmt. Nachdem die Einsatzserie und das Jubiläumsfest beendet waren, bei denen die regelmäßigen Übungsabende überwiegend aus Nachbereitung der Einsätze und Vorbereitung des Festaktes bestanden, war im September und Oktober wieder vermehrt fachlliche Aus- und Fortbildung angesagt. Unter anderem schlossen auch 6 Kameraden der Feuerwehr Rieschweiler den Lehgang zum Atemschutzgeräteträger erfolgreich ab. Mitte November konnten alle Einheiten der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben das Feuerwehrjahr beim Kameradschaftsabend in gemütlicher Runde Revue passieren lassen. Die verlinkte Bidergalerie soll Ihnen einen kleinen Einblick in der Verlauf des zweiten Halbjahres 2019 bieten.

 

Bereits im letzten Jahr startete die Jugendfeuerwehr Rieschweiler den Donnerstag an Fronleichnam in Richtung Birkenfeld um dort über das verlängerte Wochenende am Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr Südwestpfalz teilzunehmen. Aufgrund einer Extremwetterlage mit Gewitter und Starkregen musste das Zeltlager bereits nach einem Tag abgebrochen werden. Nun, ein Jahr später, gab es den erneuten Versuch, das Zeltlager durchzuführen. Dieses Mal konnten wir vier erfolgreiche Tage in Birkenfeld verzeichnen.

Nachdem alle Jugendfeuerwehren am frühen Donnerstagmorgen zum Campingplatz Waldwiesen in Birkenfeld angereist waren wurden zunächst Schlafzelte, Manschaftszelt und Feldküche aufgebaut. Nach einem schnellen Mittagessen konnten alle Teilnehmer den Zeltplatz ausgiebig erkunden und auch der Badeteich wurde direkt mittags genutzt. Abends machten sich alle Teilnehmer zu einer geführten Nachtwanderung in der Umgebung auf den Weg. Freitagmorgen ging es im Anschluss an das Frühstück zur Hängebrücke Geierlay, die rund eine Stunde Busfahrt mit sich brachte. Der ein oder andere hatte durchaus zu kämpfen, die rund 400m lange und 300m hohe Brücke zu passieren. Anschließend stand ein Besuch im naheliegenden Tierpark Bell auf dem Programm. Am Abend konnten sich alle nach dem Abendessen am Lagerfeuer gemütlich unterhalten. Samstag war Prüfungstag. Direkt nach dem Frühstück starteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Ablegen ihrer Prüfungen für die Jugenflamme in den Stufen 1 und 2. Neben einem gemeisamen Grillabend stand auch ansonsten am Samstag nichts mehr an. Am Sonntagmorgen wurde nocheinmal ausgiebig gefrühstückt und anschließend begann der Abbau des Lagers. Gegen Mittag konnten alle Teilnehmer und Betreuer sichtlich ermüdet die Heimreise antreten. Alles in allem war es aber wieder eine gelungene Veranstaltung.

 

In der Regel sind Materialien und Gerätschaften, die von den einzelnen Feuerwehreinheiten genutzt werden an deren Einsatzschwerpunkte und Begebenheiten im Einsatzgebiet orientiert. So kommt es auch, dass sich in unserer Einheit am Standort Rieschweiler überwiegend Material zur Brandbekämpfung und im weiteren Sinne zur Wasserförderung über lange Wegstrecke findet und das Personal auch entsprechend auf diese Schwerpunkte geschult ist. Da aber auch Einsatzszenarien anderer Schwerpunkte nicht ausgeschlossen werden können, was auch der Einsatzverlauf der letzten Zeit zeigt, ist es in regelmäßigen Abständen von Nöten sich auch in anderen Fachgebieten weiterzubilden. So wurden in den letzten Wochen die regulären Übungsabende genutzt, um uns einer Ausbildungsreihe "Technische Hilfe" zu widmen, die mit einer Großübung ihren Abschluss fand. In dieser Ausbildungseinheit sollten zum Einen die Grundkenntnisse wiederholt werden und zum Anderen wurde die Gelegenheit geboten, sich auch intensiver mit entsprechendem Material, Taktik und Vorgehensweisen zu beschäftigen. Während es zu Beginn überwiegend galt, das Material aus der eigenen Einheit zu nutzen, dessen Einsatzmöglichkeiten zu präsentieren und Grenzen aufzuzeigen, wurde in den späteren Übungsteilen auch der Umgang mit schwerem Gerät und Material unserer Nachbareinheiten Thaleischweiler-Fröschen und Höhfröschen geübt. An der am Mittwochabend (15.05.2019) erfolgten Großübung, konnten alle Teilnehmer ihr neues Wissen und Können unter Beweis stellen. Während die Einen sich den 3 verletzten Personen annahmen, bereiteten Andere alles für die Technische Rettung vor. Weitere eintreffende Kräfte kümmerten sich um die Absicherung der Einsatzstelle und der verunfallten Fahrzeuge, stellten den Brandschutz sicher und unterstützten ihre Kameradinnen und Kameraden bei der Rettung der Verletzten. Alles in allem blicken wir auf eine anstrengende, aber erkenntnisreiche Übung zurück. Ein großer Dank gilt den Feuerwehren Thaleischweiler-Fröschen und Höhfröschen für die Bereitstellung ihrer Fahrzeuge, den DRK Ortsvereinen Schwarzbachtal und Pimasens für die Unterstzützung bei der Übung sowie den Verletztendarstellern, die ihre Aufgabe sehr ernst nahmen.

 

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